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04.05.2012 Lesung m. musikalischer Begleitung

Rolf Hosfeld, Anna Maria Pammer, Senka Brankovic

„Tucholsky. Ein deutsches Leben“ mehr


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Christianenhof


Stetes Klopfen formt den Stein

Bildhauerworkshop in der Uckermark vom 30.06.-4.07.2008 mit Toralf Jaeckel

Wir 11er des Tagesbereiches haben uns im Rahmen des Kunstunterrichtes eine Woche lang mit dem Thema der Bildhauerei beschäftigt. Dazu fuhren wir in das wunderschöne kleine Örtchen Christianenhof, das aus ca. 12 Häusern besteht.

Für fünf Tage sollten Zelte unter Obstbäumen, Ökoklo und Gartendusche unser zuhause werden, eine Pyramide Küche, Speisesaal und Debatierklub zugleich.

Der Empfang in Christianenhof durch Toralf Jaeckel war sehr herzlich. Nach einer ersten Einweisung in den Umgang mit den Werkzeugen machten wir uns an die Arbeit. Alle hatten sich für den berühmtem Carraramarmor entschieden.

Die Natur brauchte Äonen um Granit und Marmor zu erschaffen, wir brauchten Äonen um unsere Steine zu schälen. Wir gaben unseren Schweiß und der Stein gab uns sein Inneres. Für das Schälen des Steines benötigt man viel Zeit - wir brauchten ca. 6 Stunden. Wir mussten die technischen Errungenschaften hinter uns lassen, nur ausgestattet mit Spitzeisen und Hammer begannen wir unser Werk. Es galt zu erkennen, zu hören, zu erfühlen, was uns der Stein sagt und welche Form ihm am ehesten zugedacht ist - ein Prozess der uns mit unserem Stein verband.

Nach dem monotonen Abschälen des Marmorsteines mit Spitzeisen und Hammer begangen wir zuerst mit dem groben, später dann mit dem feinen Stockhammer die Oberfläche zu spannen. Nach dem wir den Stein wendeten und drehten, kam jedem die Idee, was der Stein sein wollte: Thomas sah in seinem Stein ein Bildnis von einem Indianerhäuptling mit einem Gecko, Saskia P. zwei Fischköpfe und Helene einen Schlangenkopf. Madleen spürte eine geschlossene Tulpe in ihrem Stein auf, Christian entdeckte eine abstrakte Form und begann wellenartige Kanten herauszuarbeiten. Saskia M. fand zuerst die Wendigkeit einer Echse und arbeitete davon inspiriert in den folgenden Tagen eine geschmeidige Linienführung heraus, der sie ihren individuellen Schliff verlieh.

Der Bildhauer Toralf Jaeckel unterstützte uns mit Rat und Tat. Er weihte uns in die richtige Handhabung der Werkzeuge und deren besondere Eigenschaften ein. Jeder von uns wurde individuell angeleitet, erhielt das richtige Werkzeug zur richtigen Zeit und aufmunternde Worte, wenn die Kraft nachließ, der Mut sank. Unsere kreativen Köpfe blieben von einem Tief nicht verschont, jedoch tauchten wir immer wieder daraus hervor – spitzten weiter, stockten weiter, spannten weiter …

Nachdem wir zahllose und sehr unterschiedliche Spuren auf den Steinen hinterlassen hatten, glätteten wir die Oberfläche des Steines und polierten sie teilweise mit verschiedenen Diamantschwämmen. Gerade diese unterschiedlichen Oberflächen und das Spiel der Formen macht nun den Reiz unserer Steine aus. Wir haben die Arbeiten mit Fotoapparat und Filmkamera begleitet. Nach der Arbeit am Stein wartet nun also das Entwickeln der Schwarz-Weiß-Fotos und das Schneiden des Filmmaterials im neuen Semester auf uns. Dann werden wir unsere Arbeiten auch in größerem Rahmen präsentieren.

Fazit

Wir müssen lernen die Steine zu verstehen und zu respektieren und möglicher Weise werden die Menschen sie eines Tages lieben, WIR lieben sie schon jetzt.


 

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